Briefe an Uli von seinem Papa

Wie in Folge 63 unseres Podcasts „Die Brieföffner“ versprochen, gibt es hier die Fotos aus dem Foto-Brief meines Großvaters an einen Sohn Uli.

Überwiegend lateinische Schrift, aber an den zackigen Buchstaben n und m und vor allem am Kurrent-d ist ersichtlich, dass er wohl als Kind Kurrent bzw. Sütterlin gelernt hat. Auf mich wirkt diese Schreibschrift so bemüht wie die eines Erwachsenen, der an ein Kind schreibt, das diese Handschrift gut lesen können soll. Uli ging damals noch nicht zur Schule. Seine Mutter hat die Briefe mit ihm gelesen. Bei diesem Brief kann ich mir die Situation besonders gut vorstellen: die Mama liest mit ihrem Zweijährigen den Brief vom Papa, der bei den Soldaten sein muss. Der Junge hat nicht nur die Schrift vom Papa, die ihm die Mama vorliest und sie darüber sprechen können, sondern sie können sich auch zusammen die Fotos ansehen, die der Papa da aufklebt hat. Sozusagen ein Bilderbuch aus dem Krieg an den zweijährigen Sohnemann.

So sieht der Brief aus, DIN A3:

Und hier die Innenseite mit den Fotos:

Und jetzt wie versprochen die Bilder im Einzelnen:

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